Die Digitalisierung macht vieles einfacher. Anträge können bequem von zu Hause aus ausgefüllt und online eingereicht werden. Doch damit digitale Dienste wirklich hilfreich sind, müssen sie auch benutzerfreundlich sein. Genau darum ging es bei einem Arbeitstreffen von Volksanwältin Veronika Meyer, ihrem Mitarbeiter Matthias Plazza und der Direktorin des Amtes für Schulfürsorge, Nicol Mastella.
Treffen nach Rückmeldungen von Bürger:innen
Auslöser für den Austausch waren mehrere Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern an die Volksanwaltschaft. Sie hatten über technische Schwierigkeiten beim Ausfüllen der Anträge für Studienbeihilfen berichtet. Diese Beihilfen richten sich an Schülerinnen und Schüler, die während des Schuljahres nicht zu Hause wohnen und deshalb zusätzliche Kosten tragen müssen.
Die Anträge konnten in diesem Jahr erstmals über das neue Online-Portal MyCivis eingereicht werden. Nach Veröffentlichung der vorläufigen Ranglisten im Juni versäumten es jedoch einige Antragstellerinnen und Antragsteller, diese nochmals auf dem Portal abzurufen und ihre Angaben zu überprüfen. Doch fehlerhafte oder unvollständige Informationen führen dazu, dass die Studienbeihilfe nicht gewährt wird.
Beim Treffen erklärte Amtsdirektorin Nicol Mastella, dass die anfänglichen technischen Probleme inzwischen behoben worden seien. Außerdem werde das Amt für Schulfürsorge auch im kommenden Schuljahr Unterstützung beim Ausfüllen der Anträge anbieten. Damit sollen Jugendliche und ihre Familien bei Unsicherheiten nicht allein gelassen werden.
Einsatz für den Abbau bürokratischer Hürden
Volksanwältin Veronika Meyer zeigte sich mit dem Austausch zufrieden. Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung sei ein wichtiger Schritt, müsse aber so gestaltet werden, dass alle Menschen sie problemlos nutzen können. „Dazu braucht es nicht nur funktionierende technische Lösungen, sondern auch einen laufenden Dialog zwischen Bürgerinnen und Bürgern sowie den beteiligten Institutionen“, ist Volksanwältin Meyer überzeugt.
Denn digitale Angebote sind dann erfolgreich, wenn sie den Alltag erleichtern und niemanden ausschließen. Deshalb setzen sich die Volksanwaltschaft und das Amt für Schulfürsorge dafür ein, bürokratische Hürden abzubauen und öffentliche Dienstleistungen verständlich, bürgernah und zugänglich zu gestalten.
Für junge Menschen bedeutet das vor allem eines: mehr Unterstützung und weniger Stress bei wichtigen Anträgen.