Mein Praktikum im Südtiroler Landtag

von Redaktion Redazione

Zwei Wochen Schule gegen Politik getauscht: Unsere Praktikantin berichtet von ihrem Praktikum im Südtiroler Landtag. Zwischen Ausschusssitzungen, Social-Media-Ideen und Veranstaltungen bekam sie spannende Einblicke hinter die Kulissen der Landespolitik – und durfte selbst aktiv mitarbeiten.

Zwei Wochen Praktikum anstatt Schule standen im Januar 2026 auf dem Programm. Ich hatte mich für ein Hineinschnuppern in den Südtiroler Landtag entschieden – eine gute Wahl: Das Praktikum hat mir sehr gut gefallen, es war vielseitig und sehr spannend. Für jeden Tag stand ein gewisses Programm an, sodass ich in sehr viele Aufgabenbereiche und Tätigkeiten im Landtag einen umfangreichen Einblick bekam. Ich konnte bei verschiedenen Sitzungen dabei sein – von Sitzungen des Fraktionssprecherkollegiums bis zum Signa-Spendenausschuss, einem Untersuchungsausschuss rund um den Fall Signa  und Heinz Peter Hager.

Zudem durfte ich einen Tag im Büro eines Landesregierungsmitglieds verbringen sowie Einrichtungen besuchen, die zum Landtag gehören, wie beispielsweise die Kinder – und Jugendanwaltschaft oder die Gleichstellungsrätin und ihr Team. Dort wurden mir ihre Tätigkeitsbereiche erklärt und ich durfte ebenso selbstständig Aufgaben ausführen, sodass es sehr abwechslungsreich war.

Nun werde ich auf 3 Tätigkeiten, die ich während meines Praktikums im Landtag ausüben durfte, genauer eingehen: 

  • Bei der Gleichstellungsrätin

Einen Tag meines Praktikums verbrachte ich im Büro der Gleichstellungsrätin. Dort wurde mir zunächst die Tätigkeiten von Gleichstellungsrätin Brigitte Hofer und ihres Teams erklärt. Die Gleichstellungsrätin gibt Rat bei Mobbing und Diskriminierung am Arbeitsplatz, zudem ist sie  Vorsitzende des Monitoringausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Der Monitoringausschuss setzt dafür ein, dass die UN- Behindertenrechtskonvention, die fast alle Staaten weltweit unterzeichnet haben, eingehalten wird. Doch leider ist dies nicht immer der Fall, wie mir die Gleichstellungsrätin berichtet hat. Außerdem setzt sich der Ausschuss für barrierefreiheit in öffentlichen Bereichen und Gleichberichtigung von Menschen mit Behinderung ein. Nachdem mir alle Tätigkeitsbereiche erklärt worden waren, durfte ich Ideen für Videos in den sozialen Netzwerken sammeln, die das Büro der Gleichstellungsrätin in Zusammenarbeit mit „YOUTH-APP“ veröffentlichen wird. Die Videos sollen den Nutzer:innen die Tätigkeit der Gleichstellungsrätin verständlich vermitteln. Nachdem ich das erledigt hatte, durfte ich noch ein anderes Video planen, in welchem sich die Gleichstellungsrätin und ihr Büro vorstellen, und das dann ebenfalls in den sozialen Netzwerken.

  • Der Signa-Spendenausschuss

Am Dienstag, 27 Jänner, trafen sich in einem Sitzungssaal des Landestages die Mitglieder des Signa-Spendenausschusses. Der Untersuchungsausschuss hat die Aufgabe die Ermittlungen gegen den Signa-Konzern und Heinz-Peter Hager, den Einfluss von Privatpersonen und Unternehmen auf politische Entscheidung sowie den damit verbundenen Spendengeldern an die SVP zu untersuchen. Im Untersuchungsausschuss befanden sich Abgeordnete der verschiedenen Landtagsfraktionen. An dem Tag wurde im Untersuchungsausschuss Christoph Franceschini, ein Journalist der Südtiroler Tageszeitung, angehört. Im Laufe der Sitzung kam es auch noch zu verschiedenen Diskussionen zwischen den Abgeordneten. Es war sehr interessant bei der Sitzung dabei zu sein, da man so Einblicke erhielt, die man sonst vielleicht nicht erhalten hätte. 

  • Bei einer Veranstaltung des Landesforstdienstes in Auer

Am Dienstag, 27 Jänner, fuhr ich morgens mit einer Mitarbeiterin vom Landhaus 1, dem Sitz der Landesregierung, und einer anderen Praktikantin vom Landtag nach Auer. In der Aula Magna der Fachoberschule für Landwirtschaft  durften wir die Veranstaltung, welche am kommenden Tag stattfinden sollte, vorbereiten. Gemeinsam mit anderen Personen gestalteten wir die Bühne kreativ mit verschiedenen Bäumen. Vor die Aula stellten wir Stehtische für die Pause auf und hingen verschiedene Plakate zum Thema Wald in den 3 Landessprachen Deutsch, Italienisch und Ladinisch auf. Am nächsten Tag mussten wir bereits sehr früh in Auer sein, da der Einlass zum Event schon um 08:30 Uhr war und wir noch ein paar Sachen vorzubereiten hatten. Bei der Veranstaltung waren unter anderen der zuständige Landesrat für Forst- und Landwirtschaft Luis Walcher und Günther Unterthiner, der Direktor der Abteilung Forstdienst, dabei. Insgesamt war die Veranstaltung sehr informativ und so konnte man in etwas anderes hineinsehen, das man sonst t nicht hätte sehen können.

Mein Fazit

Das Praktikum im Landtag war für mich eine lehrreiche und spannende Erfahrung. Ich konnte nicht nur Einblicke in die vielfältigen Aufgaben und Abläufe des Landesparlaments gewinnen, sondern auch aktiv mitarbeiten und Verantwortung übernehmen. Besonders beeindruckt haben mich die direkten Einblicke in politische Debatten, der Kontakt mit verschiedenen Ämtern und die Möglichkeit, selbst kreative Ideen einzubringen.